Verfassungsvorschlag Salbor-Katista

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    • eben diese einheitliche Identität, war genau das, was ich auch immer befürchtet habe. Es ist gut, dass jemand dies ehrlich (und realistisch) ausspricht.

      Ich sehe jedoch keine Lösung des Aktivitätsproblems, in einem Rückzug, in einem Verzicht auf kulturelle Eigenarten.

      Ich kann ja nur von mir sprechen, aber ich wäre damals wie heute wohl nicht nach R... wenn es hier nicht mit Salbor eine Republik gegeben hätte, die mich kulturell anzieht. Eine Nivellierung / Nihilierung der kulturellen Eigenarten, Sprachen und Kulturen wird die DU sicher nicht attraktiver machen. Sicher diese Reform erscheint notweniger, um alle Landesposten auch besetzen zu können.

      Wenn es aber darum geht, die DU in eine bessere Zukunft zu führen, dann sollte man überlegen, ob man an Posten sparen kann, oder die Gewalten- bzw. Postenteilung aufzugeben. Eine Aufgabe von ganzen Kulturen erscheint mir jedoch wenig hilfreich.
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      Präsident der Republik Salbor
    • Von einer einheitlichen Identität hat niemand gesprochen, sondern von einer gemeinsamen Identität - das ist nach meinem Dafürhalten ein gehöriger Unterschied.

      Niemand will die kulturellen Eigenheiten Katistas oder Salbors aufgeben oder "eindampfen"; dafür haben zu viele Menschen, auch ich, viel zu viel Arbeit und Mühe in die jeweilige Ausgestaltung gesteckt. Genau deswegen behalten wir ja auch die Kulturpflege-Institutionen der beiden Länder, deshalb schreiben wir auch in der Verfassung fest, daß die kulturellen Identitäten der Länder zu pflegen sind.

      Gleichzeitig braucht aber auch das neue Unionsland, unser Volksstaat, eine Identität. Warum? Weil wir nach Außen werbend auftreten müssen, wir müssen neuen Bürgern erklären, weshalb sie zu uns ziehen sollten und nicht nach Imperia, Freistein oder gleich ins Ausland. Teil unserer gemeinsamen Identität wird und muß es dann auch sein, mit der kulturellen Vielfalt eines Landes zu werben, das einstmals aus zwei Unionsländern bestand und nun aus zwei Landesteilen besteht und das so viel mehr zu bieten hat, als so manches andere Unionsland.

      Was wir aber nicht sollten, ist von Anfang an darauf zu gucken, wie wir uns am schnellsten wieder loswerden.

      Nein, ein gemeinsames Land braucht natürlich auch eine gemeinsame Identität. Eine solche Identität wird aber nur gelingen, wenn wir die bisherigen Identitäten darin aufnehmen und respektieren und weiter pflegen - zum Wohle einer gemeinsamen Idenität.

      Ich würde unterdessen auch vorschlagen, nunmehr zur Abstimmung zu kommen. Inhaltliche Änderungsvorschläge an dem Verfassungsvorschlag scheinen nicht mehr zu kommen.
      Prof. Hajo Poppinga, VK.
      Unionspräsident a.D.
    • Nein, so ist das alles nicht gemeint. Es geht nicht um "einheitliche" Identität, sondern um gemeinsame Identität.

      Katista und Salbor bleiben natürlich die Inseln, die sie sind, und behalten als solche auch diese Namen. Es geht bestimmt nicht darum, die Wasserstraße zwischen ihnen trockenzulegen und Katista auf das bisherige Gebiet Salbors auszudehnen. Um Himmels Willen!

      Es geht vielmehr darum, ähnliches unter einem gemeinsamen Dach zusammenzuführen.

      Katista ist im Groben "Nordwestdeutschland" mit insbesondere Ostfriesland und vielleicht oder auch nicht noch Holstein, der Lüneburger Heide, der Wildeshauser Geest, dem Emsland, Nord- und Westfriesland u. ä.

      Salbor ist auch "irgendwas Nordisches", aber Genaues weiß da irgendwie schon niemand mehr. Der eine spricht von (Süd-)Schweden, der andere von Jütland mit oder ohne Schleswig-Holstein, noch andere von Mecklenburg-Vorpommern.

      Sicher ist eigentlich nur, dass Salbor tendenziell eher nicht Katalonien, Transsilvanien oder Sachsen-Anhalt ist.

      In einer Hauruck-Aktion im Zusammenhang mit dem von den damals aktiven Salborern abgelehnten Umzug Ratelons auf die GF-Karte wurden eines Tages traditionsreiche Städtenamen wie Salbor City, Port Salbor, Landshafen, Eissa usw. "schwedisiert", weil Salbor auf der GF-Karte in einer Ecke lag, die für skandinavische Staaten vorgesehen war. Vertieft wurde diese Ausgestaltung aber nie.

      Irgendwer, es könnte PWM gewesen sein, bemerkte in irgend einem Zusammenhang einmal betreffend die Ausgestaltung Salbors: "Die besteht aus einer Kneipe mit dem Namen 'Gamla Krog'." Und irgendwie ist da durchaus was Wahres dran.

      Damit will ich jetzt nicht sagen, auf Salbor sei bei einer Länderfusion keine Rücksicht zu nehmen, weil es da sowieso nichts gäbe, es würde einfach Katista einverleibt und gut.

      Natürlich soll Salbor als Insel und somit geographisch klar abgegrenzter Landesteil erhalten bleiben, wie es ist. Sonst könnte man es auch einfach als Unionsland "streichen".

      Aber außer seiner Flagge, dem Gamla Krog und seiner realen Geschichte besteht Salbor mittlerweile aus irgendwie nichts mehr. Und die Fusion soll ja gerade auch helfen, diesen Zustand zu ändern und die Insel und den Landesteil Salbor zu beleben und aufzupäppeln. Entscheidet man sich, den Landesteil Salbor in Richtung Skandinavien gehen zu lassen, sehe ich da auch kein Problem - wer schon mal in einer grenznahen Region gewohnt hat weiß, wie Grenzen verschwimmen. Warum sollte Katista-Salbor als eine Art "Nord-/Ostsee-Land" nicht funktionieren?

      Als Problem sähe ich es nur an, alles was man gemeinsam tut im Geiste eines Provisoriums zu tun. Sich also plakativ voneinander abzugrenzen, in der Ausgestaltung Unterschiede statt Gemeinsamkeiten und Verbindungen in den Mittelpunkt zu stellen, und politisch sämtliche Ämter zu quoteln, zu proporzionieren oder durchzurotieren.

      Ich sage es unverblümt: Katista-Salbor als ein gemeinsames Land der DU wird es immer noch schwer haben, gemeinsam mit dieser gegen den Sog jenes virtuellen Schwarzen Lochs, das schon Moncao, Kyrolonien, Drull, Vulkan, Barnstorvia, Kling, Aranien, Vulcanien und wen sonst noch alles geschluckt hat, anzukämpfen.

      Das ist die Gefahr, und nicht "kultureller Einheitsbrei" in der Gestalt, dass nicht jeder Beschluss vom Januar 2001 unter Landespräsidentin Lisa Müller-Landshut 1:1 umgesetzt wird. Der hat schon die letzten Jahre keinen mehr interessiert...
      Laura van Middelburg

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      "In propatulo fori calidi solis in hirneam parvam porrigentur."
    • Die Frage ist doch, ob sie nun Änderungsanträge stellen möchten, eben die von ihne kritisierten "Quotelei", aus der Verfassung zu streichen.

      Ich muss an dieser Stelle ganz klar sagen, dass mir so eine Fusion zu weit ginge. Und ich dem dann nicht mehr zustimmen könnte.

      *simoff* ist das hier eigentlich eine simoff Dikussion? Mir erscheint es so und dazu passen meine Argumente nicht, es macht aber wenig Sinn zu simulieren, wenn dann die simoff-Keule Moncao kommt. Nur mal so als Nebensatz, um klarzustellen, wie meine Beiträge gemeint waren.
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      Präsident der Republik Salbor
    • Ich unterstütze den Verfassungsvorschlag des Herrn Unionspräsidenten in eben dieser Version.

      Ihre Position indes lässt mir leider keine Alternative dazu, Ihnen mit der "Zahlenkeule" zu kommen:

      Bei der Wahl zum 22. Unionsparlament im Mai 2007 gab es noch 69 Wahlberechtigte. Gegenüber der früher langjährigen Richtgröße von +/- 100 Wahlberechtigten (für einen nicht näher verifizierbaren Zeitpunkt im Jahre 2003 lassen sich sogar 110 Bürger nachweisen) also ein Minus von rund 30%. Aufgrund dessen wurde die Anzahl der Abgeordneten damals erstmals verfassungsgemäß von 13 auf 11 reduziert, was für die Öffentlichkeit seinerzeit durchaus ein Schock war.

      Bei der Wahl zum 32. Unionsparlament im Januar 2011 gab es noch 27 Wahlberechtigte - ein weiterer Rückgang um 61% gegenüber der Wahl vom Mai 2007! Die Zahl der Abgeordneten musste durch eine Verfassungsänderung zwischenzeitlich schon auf 7 reduziert werden.

      Bei der nächsten Wahl zum 33. Unionsparlament wird es - Stand heute - noch 23 Wahlberechtigte geben. Noch mal ein weiterer Rückgang um 15% gegenüber der letzten Wahl - und um 78% gegenüber der historisch gesicherten Blütezeit 2003!

      Ich fürchte, Sie müssen mir die dumme Frage gestatten: wie wollen Sie denn überhaupt die nackte Überlebensfähigkeit der Demokratischen Union und ihrer Länder sichern? Welche Erholung der Aktivität und Bürgerzahlen erwarten Sie binnen welches Zeitraumes, und vor allem - wie wollen Sie diese erreichen?

      Sie reden von Doppelstrukturen, Quoten und Provisoria. Verlieren aber keine Silbe dazu, wie sie diese Organisaton aktiv halten wollten, und wie lange dieser Übergangszustand andauern soll? Und vor allem nicht, wie Sie die Voraussetzungen dafür schaffen wollen, die Ausgangssituation wieder herstellen zu können?

      Sie müssen mir fürchte ich leider auch gestatten, Ihr mögliches Argument: "Ich würde Regierungschef des Landesteils Salbor, eine gute Homepage bauen und mal vernünftige Werbung machen!", gleich zu antizipieren. Davon ist ungelogen seit Jahren die Rede, in der Union wie den Ländern. Passiert ist nichts.

      Ein Land braucht zur Überlebensfähigkeit Minimum zehn aktive Bürger: Regierungschef, evtl. von diesem personell getrennte Unionsratsvertretung, für Funktionen auf Unionsebene abgestellte Bürger, ein Parlament, in dem wirklich dauerhaft diskutiert, gestritten und verhandelt wird, sowie möglichst eine Art Oppositionsführer, sprich eine personelle Alternative zum Regierungschef. Fünfzehn oder zwanzig Bürger schaden dafür auch nicht.

      Binnen welches Zeitraumes erwarten Sie also nun, Salbor mit welchen Mitteln und Wegen in diese Form bringen zu können?

      Mit Blick auf die Mitverantwortung Katistas und Salbors für die Demokratische Union als Ganzes kann ich im Übrigen nur vor dem "Cheman-Syndrom" warnen: Gerhard Cheman ist sicherlich sehr aktiver Ministerpräsident von Freistein. Er bespaßt "sein" Unionsland quasi allein, Herr Sperling und Herr Johannsen beklatschen ihn dabei.

      Tragisch ist: Herr Cheman erkennt die Realität nicht mehr. Er kennt die Demokratische Union aus ihrer Blütezeit (mit dreistelliger Bürgerzahl), kam nach langer Zeit wieder eingeschwebt und hat sich gleich schwer ins Zeug gelegt, realisiert dabei aber die tatsächliche Situation nicht. Für ihn ist jede Diskussion über eine Föderalismusreform ein Affront und eine persönliche Beleidigung. Wie kann man nur an Freisteins Funktions- und Überlebensfähigkeit zweifeln, er tut dort doch so viel?! Wenn andere unzufrieden sind, müssen die eben an sich selbst arbeiten!

      Was er nicht sieht: wenn er morgen einen Herzkasper erleidet und umfällt, kann man Freistein neben im beerdigen. Und beide sozusagen zwischen Heroth und Salbor. Die Grabstätten für weitere Unionsländer sind auch bereits ausgehoben.

      Wenn eine Fusion Katistas und Salbors scheitert - und nach der Aktivitätslage könnte sie an Ihrer Stimme scheitern - kann das eine verheerende Kettenreaktion auslösen, an deren Ende es vielleicht bereits nächstes Jahr um diese Zeit gar keine Demokratische Union mehr gibt.

      Wie lange glauben Sie Salbor dann quasi allein über Wasser halten zu können? Ich sage es Ihnen ganz offen: Salbors letzte Chance besteht darin, sich mit seiner Geschichte und seinem Wesen in einem gemeinsamen Staat mit Katista zu integrieren. Davon kann ein Impuls ausgehen, der der ganzen Union noch mal Kraft gibt, um ihr Überleben zu kämpfen und ihren gesamtheitlichen Hintergrund und ihre Traditionen zu bewahren.

      Passiert in dieser Richtung nichts, bimmelt für die Union bald das Sterbeglöckchen. Und Salbor würde ihr sehr schnell in den Orkus folgen und in Vergessenheit geraten.

      Diese Gefahr gilt es erst einmal abzuwenden, und das wird nicht bereits mit einem Zusammengehen getan sein. Dieses ist quasi nur die Herstellung der notwendigen Kampftauglichkeit.

      Das Überleben überhaupt ist noch ein fernes Ufer. Eine Wiedertrennung - mein Gott, darüber zu grübeln ist wirklich absurd und utopisch.

      Ihre Rückkehr kann zum Rettungsanker für Salbor werden, wenn Sie sich den Bemühungen um eine Fusion mit Katista anschließen. Oder zum Sargnagel, wenn Sie diesen Schritt abblocken, weil Sie Ihre Erinnerungen an eine ferne Vergangenheit in Gefahr sehen und sich Illusionen hingeben.

      Es liegt an Ihnen. Salbor liegt in Ihren Händen...
      Laura van Middelburg

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      "In propatulo fori calidi solis in hirneam parvam porrigentur."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Laura van Middelburg ()

    • Genau. Und außerdem: Eine Fusion hätte den Vorteil, daß alle Bürger Salbors sich auch weiterhin mit den Bürgern Salbors (und anderen Interessierten) um die Ausgestaltung und die kulturelle Identität ihres Landesteils kümmerm können; genau wie ihre Mitbürger aus Katista für ihre Landesteil.

      Das sie aber auch gemeinsam mit den Mitbürgern aus Katista eine überlebensfähige staatliche Gemeinschaft gebildet haben, hilft dann, eine genügende politische Grundlage für beide kulturellen Identitäten zu schaffen.

      Laßt uns diesen Versuch machen und so das Überleben unserer beider Ländern sichern - gemeinsam.
      Prof. Hajo Poppinga, VK.
      Unionspräsident a.D.
    • Ich wüsste nicht, wann ich angekündigt hätte gegen diese Verfassung zu stimmen... ich habe allein gegen ihre Position Widerstand angekündigt, alles trennende aus der Verfassung zu streichen, um so wie ich es verstanden habe, eher eine gemeinsame Identität zu erreichen.

      Diesen Gedanken haben sie jedoch nie ausformuliert und stehen zu der Kompromissverfassung, der eben auch trennendes enthält. Ihre Echauffierung ist also vollkommen deplaziert... und ihr Erpressungsversuch ist sicher nicht das richtige Mittel, Vertrauen aufzubauen. Sollten sie sich weiter so aufführen, dann sind es letzten Endes auch Sie, die dann Verantwortung tragen. Das sollten sie in einer ruhigen Minute bedenken.
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      Präsident der Republik Salbor
    • Ich finde diese Entwicklung Sinnvoll und Unterstüzenswert.

      Allerdings habe ich ein Immenses Problem mit der erwähnung "Gottes". Ich selbst lehne jede form von Gottglauben ab und lebe aus vollster überzeugung als strenger Atheist. Wie soll ich als Katistaner nach einer verfassung leben welche verantwortung vor "Gott" verlangt, bez. sich darauf bezieht, obwohl dies grundliegend gegen meine überzeugungen verstößt ?

      Ich denke das dies für keinen überzeugten Atheisten in Salbor oder Katista zumutbar ist.
      Ich bin Legastheniker und bitte um Verständnis.

      Ministerpräsident des Freistaates Freistein.

      Bekennender:
      Exentriker
    • Lieber Herr Sack - sehen Sie, es ist immer ein Kompromiß. Sie sind ein "strenger Atheist", ich bin ein gläubiger Christ. Ihnen ist es wichtig, daß Ihre Weltanschauung respektiert wird und zur Geltung kommt, mir ist es wichtig, daß meinem Glauben selbiges entgegengebracht wird.

      Aus diesem Grunde wird Gott, wie Sie dem finalen Vorschlag entnehmen können, ausschließlich in der Präambel erwähnt - neben den Menschen. Das heißt, es ist etwas für Sie und die anderen Atheisten dabei und daneben aber auch etwas für mich und die anderen Christen, die sich so einen Bezug wünschen. Die Präambel hat aber keine Auswirkungen auf das materielle Recht; wenn Sie also nach der Verfassung leben, müssen Sie dazu weder einen Gott anerkennen noch christliche Lebensvorstellungen gutheißen.

      Diese Präambel, wir reden also nur über das Vorwort, wird allen Wünschen gerecht; sie ist auch Ausdruck von Toleranz. Daran sollten Sie es nicht scheitern lassen.
      Prof. Hajo Poppinga, VK.
      Unionspräsident a.D.
    • Nungut sie haben recht, schließlich sollte sich jeder Bürger in unserer Gemeinsamen Verfassung widerfinden können. Und da sich der Religiöse einfluss auf das Präambel beschränkt werde ich wohl damit leben können.
      Ich bin Legastheniker und bitte um Verständnis.

      Ministerpräsident des Freistaates Freistein.

      Bekennender:
      Exentriker

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hans Sack ()