Der Dom zu Mixoxa

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    • Zieht unter den Klängen der Orgel in den Dom ein.


      Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.

      Liebe Gemeinde,
      wir lesen in der Heiligen Schrift:
      Als sie nun in die Nähe von Jerusalem kamen, nach Betfage an den Ölberg, sandte Jesus zwei Jünger voraus und sprach zu ihnen: Geht hin in das Dorf, das vor euch liegt, und gleich werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Füllen bei ihr; bindet sie los und führt sie zu mir! Und wenn euch jemand etwas sagen wird, so sprecht: Der Herr bedarf ihrer. Sogleich wird er sie euch überlassen. Das geschah aber, damit erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht: "Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig und reitet auf einem Esel und auf einem Füllen, dem Jungen eines Lasttiers." Die Jünger gingen hin und taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und brachten die Eselin und das Füllen und legten ihre Kleider darauf und er setzte sich darauf. Aber eine sehr große Menge breitete ihre Kleider auf den Weg; andere hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Die Menge aber, die ihm voranging und nachfolgte, schrie: Hosianna dem Sohn Davids! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe! Und als er in Jerusalem einzog, erregte sich die ganze Stadt und fragte: Wer ist der? Die Menge aber sprach: Das ist Jesus, der Prophet aus Nazareth in Galiläa."

      Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.

      "Und als er in den Tempel kam und lehrte, traten die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes zu ihm und fragten: Aus welcher Vollmacht tust du das und wer hat dir diese Vollmacht gegeben? Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch eine Sache fragen; wenn ihr mir die sagt, will ich euch auch sagen, aus welcher Vollmacht ich das tue. Woher war die Taufe des Johannes? War sie vom Himmel oder von den Menschen? Da bedachten sie's bei sich selbst und sprachen: Sagen wir, sie war vom Himmel, so wird er zu uns sagen: Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt? Sagen wir aber, sie war von Menschen, so müssen wir uns vor dem Volk fürchten, denn sie halten alle Johannes für einen Propheten. Und sie antworteten Jesus und sprachen: Wir wissen's nicht. Da sprach er zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, aus welcher Vollmacht ich das tue."

      Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.

      "Aber am ersten Tage der Ungesäuerten Brote traten die Jünger zu Jesus und fragten: Wo willst du, dass wir dir das Passalamm zum Essen bereiten? Er sprach: Geht hin in die Stadt zu einem und sprecht zu ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist nahe; ich will bei dir das Passa feiern mit meinen Jüngern. Und die Jünger taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und bereiteten das Passalamm. Und am Abend setzte er sich zu Tisch mit den Zwölfen. Und als sie aßen, sprach er: Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten. Und sie wurden sehr betrübt und fingen an, jeder einzeln, ihn zu fragen: Herr, bin ich's? Er antwortete und sprach: Der die Hand mit mir in die Schüssel taucht, der wird mich verraten. Der Menschensohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird! Es wäre für diesen Menschen besser, wenn er nie geboren wäre. Da antwortete Judas, der ihn verriet, und sprach: Bin ich's, Rabbi? Er sprach zu ihm: Du sagst es. Als sie aber aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach's und gab's den Jüngern und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib. Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus; das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden. Ich sage euch: Ich werde von nun an nicht mehr von diesem Gewächs des Weinstocks trinken bis an den Tag, an dem ich von neuem davon trinken werde mit euch in meines Vaters Reich. 30 Und als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg."

      Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.

      "Da sprach Jesus zu ihnen: In dieser Nacht werdet ihr alle Ärgernis nehmen an mir. Denn es steht geschrieben: "Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen." Wenn ich aber auferstanden bin, will ich vor euch hingehen nach Galiläa. Petrus aber antwortete und sprach zu ihm: Wenn sie auch alle Ärgernis nehmen, so will ich doch niemals Ärgernis nehmen an dir. Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: In dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Petrus sprach zu ihm: Und wenn ich mit dir sterben müsste, will ich dich nicht verleugnen. Das Gleiche sagten auch alle Jünger."

      Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.

      "Da kam Jesus mit ihnen zu einem Garten, der hieß Gethsemane, und sprach zu den Jüngern: Setzt euch hier, solange ich dorthin gehe und bete. Und er nahm mit sich Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus und fing an zu trauern und zu zagen. Da sprach Jesus zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibt hier und wacht mit mir! Und er ging ein wenig weiter, fiel nieder auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, ist's möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst! Und er kam zu seinen Jüngern und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Könnt ihr denn nicht eine Stunde mit mir wachen? Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach. Zum zweiten Mal ging er wieder hin, betete und sprach: Mein Vater, ist's nicht möglich, dass dieser Kelch an mir vorübergehe, ohne dass ich ihn trinke, so geschehe dein Wille! Und er kam und fand sie abermals schlafend, und ihre Augen waren voller Schlaf. Und er ließ sie und ging abermals hin und betete zum dritten Mal und redete dieselben Worte. Dann kam er zu seinen Jüngern und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr weiter schlafen und ruhen? Siehe, die Stunde ist da, dass der Menschensohn in die Hände der Sünder überantwortet wird. Steht auf, lasst uns gehen! Siehe, er ist da, der mich verrät."

      Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.

      Und als er noch redete, siehe, da kam Judas, einer von den Zwölfen, und mit ihm eine große Schar mit Schwertern und mit Stangen, von den Hohenpriestern und Ältesten des Volkes. Und der Verräter hatte ihnen ein Zeichen genannt und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist's; den ergreift. Und alsbald trat er zu Jesus und sprach: Sei gegrüßt, Rabbi!, und küsste ihn. Jesus aber sprach zu ihm: Mein Freund, dazu bist du gekommen? Da traten sie heran und legten Hand an Jesus und ergriffen ihn. Und siehe, einer von denen, die bei Jesus waren, streckte die Hand aus und zog sein Schwert und schlug nach dem Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm ein Ohr ab. Da sprach Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert an seinen Ort! Denn wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen. Oder meinst du, ich könnte meinen Vater nicht bitten, dass er mir sogleich mehr als zwölf Legionen Engel schickte? Wie würde dann aber die Schrift erfüllt, dass es so geschehen muss? Zu der Stunde sprach Jesus zu der Schar: Ihr seid ausgezogen wie gegen einen Räuber mit Schwertern und mit Stangen, mich zu fangen. Habe ich doch täglich im Tempel gesessen und gelehrt, und ihr habt mich nicht ergriffen. Aber das ist alles geschehen, damit erfüllt würden die Schriften der Propheten. Da verließen ihn alle Jünger und flohen."

      Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.

      "Die aber Jesus ergriffen hatten, führten ihn zu dem Hohenpriester Kaiphas, wo die Schriftgelehrten und Ältesten sich versammelt hatten. Petrus aber folgte ihm von ferne bis zum Palast des Hohenpriesters und ging hinein und setzte sich zu den Knechten, um zu sehen, worauf es hinauswollte. Die Hohenpriester aber und der ganze Hohe Rat suchten falsches Zeugnis gegen Jesus, dass sie ihn töteten. Und obwohl viele falsche Zeugen herzutraten, fanden sie doch nichts. Zuletzt traten zwei herzu und sprachen: Er hat gesagt: Ich kann den Tempel Gottes abbrechen und in drei Tagen aufbauen. Und der Hohepriester stand auf und sprach zu ihm: Antwortest du nichts auf das, was diese gegen dich bezeugen? Aber Jesus schwieg still. Und der Hohepriester sprach zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, dass du uns sagst, ob du der Christus bist, der Sohn Gottes. Jesus sprach zu ihm: Du sagst es. Doch sage ich euch: Von nun an werdet ihr sehen den Menschensohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen auf den Wolken des Himmels. Da zerriss der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er hat Gott gelästert! Was bedürfen wir weiterer Zeugen? Siehe, jetzt habt ihr die Gotteslästerung gehört. Was ist euer Urteil? Sie antworteten und sprachen: Er ist des Todes schuldig. Da spien sie ihm ins Angesicht und schlugen ihn mit Fäusten. Einige aber schlugen ihn ins Angesicht und sprachen: Weissage uns, Christus, wer ist's, der dich schlug?"

      Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.

      "Petrus aber saß draußen im Hof; da trat eine Magd zu ihm und sprach: Und du warst auch mit dem Jesus aus Galiläa. Er leugnete aber vor ihnen allen und sprach: Ich weiß nicht, was du sagst. Als er aber hinausging in die Torhalle, sah ihn eine andere und sprach zu denen, die da waren: Dieser war auch mit dem Jesus von Nazareth. Und er leugnete abermals und schwor dazu: Ich kenne den Menschen nicht. Und nach einer kleinen Weile traten hinzu, die da standen, und sprachen zu Petrus: Wahrhaftig, du bist auch einer von denen, denn deine Sprache verrät dich. Da fing er an, sich zu verfluchen und zu schwören: Ich kenne den Menschen nicht. Und alsbald krähte der Hahn. Da dachte Petrus an das Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich."

      Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.

      "Am Morgen aber fassten alle Hohenpriester und die Ältesten des Volkes den Beschluss über Jesus, ihn zu töten, und sie banden ihn, führten ihn ab und überantworteten ihn dem Statthalter Pilatus. Als Judas, der ihn verraten hatte, sah, dass er zum Tode verurteilt war, reute es ihn, und er brachte die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und Ältesten zurück und sprach: Ich habe Unrecht getan, dass ich unschuldiges Blut verraten habe. Sie aber sprachen: Was geht uns das an? Da sieh du zu! Und er warf die Silberlinge in den Tempel, ging fort und erhängte sich. Aber die Hohenpriester nahmen die Silberlinge und sprachen: Es ist nicht recht, dass wir sie in den Gotteskasten legen; denn es ist Blutgeld. Sie beschlossen aber, den Töpferacker davon zu kaufen zum Begräbnis für Fremde. Daher heißt dieser Acker Blutacker bis auf den heutigen Tag. Da wurde erfüllt, was gesagt ist durch den Propheten Jeremia, der da spricht: "Sie haben die dreißig Silberlinge genommen, den Preis für den Verkauften, der geschätzt wurde bei den Israeliten, und sie haben das Geld für den Töpferacker gegeben, wie mir der Herr befohlen hat" Jesus aber stand vor dem Statthalter; und der Statthalter fragte ihn und sprach: Bist du der König der Juden? Jesus aber sprach: Du sagst es. Und als er von den Hohenpriestern und Ältesten verklagt wurde, antwortete er nichts. Da sprach Pilatus zu ihm: Hörst du nicht, wie hart sie dich verklagen? Und er antwortete ihm nicht auf ein einziges Wort, sodass sich der Statthalter sehr verwunderte."

      Es singt der Kirchenorchester und es spielt das Kirchenorchester.

      "Zum Fest aber hatte der Statthalter die Gewohnheit, dem Volk einen Gefangenen loszugeben, welchen sie wollten. Sie hatten aber zu der Zeit einen berüchtigten Gefangenen, der hieß Jesus Barabbas. Und als sie versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: Welchen wollt ihr? Wen soll ich euch losgeben, Jesus Barabbas oder Jesus, von dem gesagt wird, er sei der Christus? Denn er wusste, dass sie ihn aus Neid überantwortet hatten. Und als er auf dem Richterstuhl saß, schickte seine Frau zu ihm und ließ ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten; denn ich habe heute viel erlitten im Traum um seinetwillen. Aber die Hohenpriester und Ältesten überredeten das Volk, dass sie um Barabbas bitten, Jesus aber umbringen sollten. Da fing der Statthalter an und sprach zu ihnen: Welchen wollt ihr? Wen von den beiden soll ich euch losgeben? Sie sprachen: Barabbas! Pilatus sprach zu ihnen: Was soll ich denn machen mit Jesus, von dem gesagt wird, er sei der Christus? Sie sprachen alle: Lass ihn kreuzigen! Er aber sagte: Was hat er denn Böses getan? Sie schrien aber noch mehr: Lass ihn kreuzigen! Als aber Pilatus sah, dass er nichts ausrichtete, sondern das Getümmel immer größer wurde, nahm er Wasser und wusch sich die Hände vor dem Volk und sprach: Ich bin unschuldig an seinem Blut; seht ihr zu! Da antwortete das ganze Volk und sprach: Sein Blut komme über uns und unsere Kinder! Da gab er ihnen Barabbas los, aber Jesus ließ er geißeln und überantwortete ihn, dass er gekreuzigt werde. Da nahmen die Soldaten des Statthalters Jesus mit sich in das Prätorium und sammelten die ganze Abteilung um ihn. Und zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel an und flochten eine Dornenkrone und setzten sie ihm aufs Haupt und gaben ihm ein Rohr in seine rechte Hand und beugten die Knie vor ihm und verspotteten ihn und sprachen: Gegrüßet seist du, der Juden König!, und spien ihn an und nahmen das Rohr und schlugen damit sein Haupt."

      Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.

      "Und als sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Mantel aus und zogen ihm seine Kleider an und führten ihn ab, um ihn zu kreuzigen. Und als sie hinausgingen, fanden sie einen Menschen aus Kyrene mit Namen Simon; den zwangen sie, dass er ihm sein Kreuz trug. Und als sie an die Stätte kamen mit Namen Golgatha, das heißt: Schädelstätte, gaben sie ihm Wein zu trinken mit Galle vermischt; und als er's schmeckte, wollte er nicht trinken. Als sie ihn aber gekreuzigt hatten, verteilten sie seine Kleider und warfen das Los darum. Und sie saßen da und bewachten ihn. Und oben über sein Haupt setzten sie eine Aufschrift mit der Ursache seines Todes: Dies ist Jesus, der Juden König. Und da wurden zwei Räuber mit ihm gekreuzigt, einer zur Rechten und einer zur Linken. Die aber vorübergingen, lästerten ihn und schüttelten ihre Köpfe und sprachen: Der du den Tempel abbrichst und baust ihn auf in drei Tagen, hilf dir selber, wenn du Gottes Sohn bist, und steig herab vom Kreuz! Desgleichen spotteten auch die Hohenpriester mit den Schriftgelehrten und Ältesten und sprachen: Andern hat er geholfen und kann sich selber nicht helfen. Ist er der König von Israel, so steige er nun vom Kreuz herab. Dann wollen wir an ihn glauben. Er hat Gott vertraut; der erlöse ihn nun, wenn er Gefallen an ihm hat; denn er hat gesagt: Ich bin Gottes Sohn. Desgleichen schmähten ihn auch die Räuber, die mit ihm gekreuzigt waren. Und von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde. Und um die neunte Stunde schrie Jesus laut: Eli, Eli, lama asabtani? Das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Einige aber, die da standen, als sie das hörten, sprachen sie: Der ruft nach Elia. Und sogleich lief einer von ihnen, nahm einen Schwamm und füllte ihn mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und gab ihm zu trinken. Die andern aber sprachen: Halt, lass sehen, ob Elia komme und ihm helfe! Aber Jesus schrie abermals laut und verschied. Und siehe, der Vorhang im Tempel zerriss in zwei Stücke von oben an bis unten aus. Und die Erde erbebte und die Felsen zerrissen, und die Gräber taten sich auf und viele Leiber der entschlafenen Heiligen standen auf und gingen aus den Gräbern nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen. Als aber der Hauptmann und die mit ihm Jesus bewachten das Erdbeben sahen und was da geschah, erschraken sie sehr und sprachen: Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!"

      Es singt der Kirchenorchester und spielt das Kirchenorchester.

      Liebe Gemeinde,
      habt Ihr gemerkt, wie aktuell die Heilige Schrift auch heute noch ist? Auch heute erleben wir des öfteren schnelle Stimmungsumschwünge. so wie damals: Gerade noch heiß umjubelt, mit Palmzweigen, Hosianna und Prozession gefeiert, und nur vier Tage später von der Menge ans Kreuz geschlagen, erleben wir heute, wie schnelllebig unsere Zeit ist: Heute noch ein Star, morgen vergessen. Heute umjubelter Politiker, morgen ein Ausgestoßener. Heute Everybody's Darling, morgen der Sündenbock. Offensichtlich, so zeigt uns das Evangelium vom Palmsonntag, liegt das aber nicht nur an der Zeit. Offensichtlich war das schon zu Jesu Zeiten nicht anders. Offensichtlich scheint das ein Grundzug des Menschen zu sein. Mit den Wölfen heulen, mit dem Strom schwimmen, nur nicht auffallen, den Ball flach halten. Wer kein Rückgrat hat, kann sich auch nichts brechen.
      Wir wissen, dass Jesus diesen Menschen verziehen hat. Ja, sogar dem Petrus, dessen Liebesbeteuerungen und Verleugnung vielleicht den größten Gegensatz bilden. Weil Gott aber alles erträgt und nichts nachträgt, sollten wir uns davor hüten, immer wieder in die selbe Falle zu tappen.
      Nicht nur Jugendliche haben die Neigung, sich in Cliquen oder Gruppen zu verstecken: Für das, was alle tun oder lassen, brauche ich mich nicht rechtfertigen. Die Psychologen wissen, dass die Bildung einer Meinung in einer Clique oder Gruppe ein komplizierzter Prozess ist. Da spielt das jeweilige Gewissen, der persönliche Mut genauso eine Rolle wie die persönliche Bequemlichkeit und die Feigheit.
      Aber selbst wenn sie aus dem Jugendalter heraus sind, gibt es nicht wenige Menschen, die sich nicht ändern: da gibt es andere Gruppen, wie zum Beispiel die Arbeitskollegen, die Familie, die Freunde; was bleibt, ist das Gemisch aus persönlichem Gewissen, Mut, Bequemlichkeit und Feigheit.
      Vielen mag das Wort "Feigheit" stören. Gemeint ist aber nichts anderes als mangelnder Mut; mangelnder Mut, sich unbeliebt zu machen, belächelt zu werden, als nervend zu gelten, vielleicht, weil man zu viel fragt, nicht alles hinnimmt, Widerspruch erhebt.
      Damals wie heute aber, brauchen wir die Mutigen. Denn sie sind es, die die Suppe salzen, sie sind es, denen das Himmelreich gehört. - Amen.

      Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.

      Lasst uns beten:
      Herr Jesus Christus, Du bist nicht gekommen, um dich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen.
      Gib, dass in der Gemeinschaft der Kirche einer dem anderen dient und die Liebe uns einig macht.
      Lass uns keine Angst davor haben, ausgelacht und verspottet zu werden. Gib uns die Kraft, der dienenden Kirche treu zu bleiben.
      Gib dem Papst, den Bischöfen und den Priestern den Mut, in ihrem Dienst an den Menschen dem Beispiel Jesu zu folgen.
      Schenke allen Christen die Bereitschaft, einander beizustehen und vor allem im Dienst an den Schwachen und Kranken die Botschaft Jesu zu leben.
      Gib all unsere Verstorbenen als Lohn für ihren Dienst die verheißene Herrlichkeit bei Dir. Wir feiern diese Messe ...
      Guter Gott, Du bist bei uns in der Gestalt des Brotes, weil Du Dich vor uns erniedrigst. Lass uns in der Kraft dieser Speise zum Diener werden für alle Menschen, so wie Du es uns vorgelebt hast: Christus, unser Herr. Amen.

      Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.

      Liebe Gemeinde, wir sprechen un das Glaubensbekenntnis:

      Wir glauben an den einen Gott,
      den Vater, den Allmächtigen,
      der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,
      die sichtbare und die unsichtbare Welt.
      Und an den einen Herrn Jesus Christus,
      Gottes eingeborenen Sohn,
      aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
      Gott von Gott, Licht vom Licht,
      wahrer Gott vom wahren Gott,
      gezeugt, nicht geschaffen,
      eines Wesens mit dem Vater;
      durch ihn ist alles geschaffen.
      Für uns Menschen und zu unserem Heil
      ist er vom Himmel gekommen,
      hat Fleisch angenommen
      durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria
      und ist Mensch geworden.
      Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
      hat gelitten und ist begraben worden,
      ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
      und aufgefahren in den Himmel.
      Er sitzt zur Rechten des Vaters
      und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
      zu richten die Lebenden und die Toten;
      seiner Herrschaft wird kein Ende sein.
      Wir glauben an den Heiligen Geist,
      der Herr ist und lebendig macht,
      der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,
      der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,
      der gesprochen hat durch die Propheten,
      und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.
      Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
      Wir erwarten die Auferstehung der Toten
      und das Leben der kommenden Welt.
      Amen.

      Messdiener bringen den Kelch mit Korporale und Kelchtüchlein und das Meßbuch zum Altar. Der Erzbischof nimmt die Schale mit dem Brot, hält sie über den Altar und spricht leise. Dann stellt er die Schale auf das Korporale. Als nächstes gießt er Wein und ein wenig Wasser in den Kelch und spricht wieder leise. Der Kelch wird anschliessend über den Altar gehalten. Auch der Kelch wird auf das Korporale gestellt. Nun verneigt sich der Erzbischof davor. Dann wäscht er sich die Hände.
      Zu den Anwesenden zugewandt, spricht der Erzbischof nun:


      Lasset uns beten zu Gott, dem allmächtigen Vater, daß er die Gaben der Kirche annehme zu seinem Lob und zum Heil der ganzen Welt.

      Herr, unser Gott, wir bringen das Brot dar, das aus vielen Körnern bereitet, und den Wein, der aus vielen Trauben gewonnen ist. Schenke deiner Kirche, was die Gaben geheimnisvoll bezeichnen: die Einheit und den Frieden. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

      In Wahrheit ist es würdig und recht, Dir, Herr, Heiliger Vater, immer und überall zu danken durch Deinen geliebten Sohn Jesus Christus. Er ist Dein Wort, durch ihn hast Du alles erschaffen. Ihn hast Du gesandt als unseren Erlöser und Heiland: Er ist Mensch geworden durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria. Um Deinen Ratschluß zu erfüllen und Dir ein heiliges Volk zu erwerben, hat er sterbend die Arme ausgebreitet am Holze des Kreuzes. Er hat die Macht des Todes gebrochen und die Auferstehung kundgetan. Darum preisen wir Dich mit allen Engeln und Heiligen und singen vereint mit ihnen das Lob Deiner Herrlichkeit. Amen.

      Hosanna in excelsis deo! Ja, Du bist heilig, großer Gott, Du bist der Quell aller Heiligkeit

      Sende Deinen Geist auf diese Gaben herab und heilige sie, damit sie uns werden Leib ...

      Der Erzbischof macht ein Kreuzzeichen über Schale und Kelch.

      ... und Blut Deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus.
      Denn am Abend, an dem er ausgeliefert wurde und sich aus freiem Willen dem Leiden unterwarf, nahm er das Brot und sagte Dank, brach es, reichte es seinen Jüngern und sprach:

      Nehmet und esset alle davon: das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.

      Der Erzbischof zeigt der Gemeinde nun die konsekrierte Hostie, dann legt er sie auf die Hostienschale und macht eine Kniebeuge.

      Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch, dankte wiederum, reichte ihn seinen Jüngern und sprach:

      Nehmet und trinket alle daraus: das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes, mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Tut dies zu meinem Gedächtnis.

      Der Erzbischof zeigt der Gemeinde den Kelch, dann stellt er ihn auf das Korporale und macht eine Kniebeuge.

      Geheimnis des Glaubens: Deinen Tod, o Herr verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis Du kommst in Herrlichkeit. Darum, gütiger Vater, feiern wir das Gedächtnis des Todes und der Auferstehung Deines Sohnes und bringen Dir so das Brot des Lebens und den Kelch des Heiles dar. Wir danken Dir, daß Du uns berufen hast, vor Dir zu stehen und Dir zu dienen. Wir bitten Dich: Schenke uns Anteil an Christi Leib und Blut, und laß uns eins werden durch den Heiligen Geist. Gedenke Deiner Kirche auf der ganzen Erde, und vollende Dein Volk in der Liebe, vereint mit unserem Papst Innozenz V. und allen Bischöfen und Erzbischöfen, unseren Priestern und Diakonen und mit allen, die zum Dienst in der Kirche bestellt sind.

      Der Erzbischof erhebt Hostienschale und Kelch und spricht:

      Durch Ihn und mit Ihm und in Ihm
      ist Dir, Gott, allmächtiger Vater,
      in der Einheit des Heiligen Geistes
      alle Herrlichkeit und Ehre
      jetzt und in Ewigkeit!
      Amen.

      Wir haben den Geist empfangen, der uns zu Kindern Gottes macht. Darum wagen wir zu sprechen:

      Vater unser im Himmel,
      Geheiligt werde Dein Name.
      Dein Reich komme.
      Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
      Unser tägliches Brot gib uns heute.
      Und vergib uns unsere Schuld,
      wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
      Und führe uns nicht in Versuchung,
      sondern erlöse uns von dem Bösen.
      Denn Dein ist das Reich und die Kraft
      und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
      Amen.

      Erlöse uns, Herr, allmächtiger Vater, von allem Bösen und gib Frieden in unseren Tagen. Komm uns zu Hilfe mit deinem Erbarmen und bewahre uns vor Verwirrung und Sünde, damit wir voll Zuversicht das Kommen unseres Erlösers Jesus Christus erwarten.
      Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

      Der Herr hat zu seinen Aposteln gesagt: Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Deshalb bitten wir:
      Herr Jesus Christus, schau nicht auf unsere Sünden, sondern auf den Glauben deiner Kirche und schenke ihr nach deinem Willen Einheit und Frieden.

      Gebt nun einander ein Zeichen des Friedens und der Versöhnung!

      Der Erzbischof bricht die Hostie über die Schale in mehrere Teile zum Zeichen, daß alle von demselben Brot essen und an dem einen Leib Christi teilhaben. Ein kleines Fragment der Hostie senkt er in den Kelch. Der Domchor singt inzwischen:

      "Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt: erbarme dich unser.
      Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt:
      erbarme dich unser.
      Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt:
      gib uns deinen Frieden.
      Amen."

      Der Erzbischof macht eine Kniebeuge, nimmt ein Stück der Hostie, hält es über der Schale und spricht, zur Gemeinde gewendet, laut:

      Seht das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt.

      Herr, ich bin nicht würdig, daß du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.

      Selig, die zum Hochzeitsmahl des Lammes geladen sind.

      Die Gläubigen, die am Abendmahl teilnehmen, kommen nach vorne, während die Orgel ertönt.

      Zu jedem Abendmahlteilnehmer:


      Der Leib Christi!


      Nachdem alle am Abendmahl teilgenommen und wieder ihre Plätze eingenommen haben, breitet die Arme aus:

      Der Herr beschütze dich und behüte dich,
      der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir
      und sei dir gnädig,
      der Herr erhebe sein Antlitz auf dich und
      schenke dir seine Liebe und seinen Frieden.

      Beschreibt mit der rechten Hand ein Kreuz:

      Amen


      Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.

      Zieht unter den Klängen der Orgel aus dem Dom aus.
      Kardinal Bernhard Leber
      Erzbischof von St. Luca und
      Metropolit der Demokratischen Union
      Mitglied im Kollegium der Kardinäle der heiligen und apostolischen Katholischen Kirche
    • Original von Robert Cullen
      Hübsche Kirche ein Gewinn für Mixoxa... Aber leider bin ich in Kirchen nicht gerne gesehen ;)



      Fasst ihm mit der rechten Hand an die Schulter:
      Mein Sohn, wie heißt es in der Heiligen Schrift? "Welcher Mensch, der hundert Schafe hat und, wenn er "eins" von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wüste lässt und geht dem verlorenen nach, bis er's findet? Und wenn er's gefunden hat, so legt er sich's auf die Schultern voller Freude. Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. Ich sage euch: So wird auch Freude im Himmel sein über "einen" Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen."
      Glaube mir, jeder Mensch ist immer und zu jeder Zeit in der Kirche willkommen.
      Kardinal Bernhard Leber
      Erzbischof von St. Luca und
      Metropolit der Demokratischen Union
      Mitglied im Kollegium der Kardinäle der heiligen und apostolischen Katholischen Kirche
    • Am heutigen Abend findet im Dom zu Mixoxa eine Rosenkranzandacht statt, die vom Erzbischof von Sanct Luca und Metropoliten der Demokratischen Union, Kardinal Bernhard Leber, abgehalten wird.

      Es singt der Kirchenchor.

      Liebe Gemeinde,
      in der Heiligen Schrift lesen wir:
      " Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: der dir alle deine Sünde vergibt und heilet alle deine Gebrechen, der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit, der deinen Mund fröhlich macht und du wieder jung wirst wie ein Adler. Der Herr schafft Gerechtigkeit und Recht allen, die Unrecht leiden. Er hat seine Wege Mose wissen lassen, die Kinder Israel sein Tun. Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und von großer Güte. Er wird nicht für immer hadern noch ewig zornig bleiben. Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unsrer Missetat. Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, lässt er seine Gnade walten über denen, die ihn fürchten. So fern der Morgen ist vom Abend, lässt er unsre Übertretungen von uns sein. Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über die, die ihn fürchten. Denn er weiß, was für ein Gebilde wir sind; er gedenkt daran, dass wir Staub sind. Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras, er blüht wie eine Blume auf dem Felde; wenn der Wind darüber geht, so ist sie nimmer da, und ihre Stätte kennet sie nicht mehr. Die Gnade aber des Herrn währt von Ewigkeit zu Ewigkeit über denen, die ihn fürchten, und seine Gerechtigkeit auf Kindeskind bei denen, die seinen Bund halten und gedenken an seine Gebote, dass sie danach tun. Der Herr hat seinen Thron im Himmel errichtet, und sein Reich herrscht über alles. Lobet den Herrn, ihr seine Engel, ihr starken Helden, die ihr seinen Befehl ausrichtet, dass man höre auf die Stimme seines Wortes! Lobet den Herrn, alle seine Heerscharen, seine Diener, die ihr seinen Willen tut! Lobet den Herrn, alle seine Werke, an allen Orten seiner Herrschaft! Lobe den Herrn, meine Seele!"

      Es singt der Kirchenchor.

      Liebe Gemeinde,
      Gott krönt uns mit der Gnade der Barmherzigkeit. Wir, die wir gottebenbildliche Geschöpfe sind, sind aufgerufen, auch im eigenen Leben die Barmherzigkeit zu verwirklichen. Damit wir dafür die innere Kraft und Gelassenheit finden, lade ich Euch ein, gemeinsam mit mir den Barmherzigkeitsrosenkranz zu beten.

      Der Erzbischof nimmt den Rosenkranz in die rechte Hand und kniet nieder:

      "O Blut und Wasser, aus dem Herzen Jesu als Quelle der Barmherzigkeit für uns entströmt, Jesus, ich vertraue auf Dich! Barmherziger Jesus, in dem Augenblick Deines Kreuzestodes für uns bete ich Dich an, lobpreise Dich und bitte, umfasse mit Deiner unerschöpflichen Barmherzigkeit die ganze Menschheit, besonders die armen Sünder und die Sterbenden."

      "Vater unser, der Du bist im Himmel.
      Geheiliget werde Dein Name.
      Zu uns komme Dein Reich.
      Dein Wille geschehe
      wie im Himmel also auch auf Erden.
      Unser tägliches Brot gib uns heute
      und vergib uns unsere Schuld,
      wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
      Und führe uns nicht in Versuchung,
      sondern erlöse uns von dem Übel.
      Amen. "

      "Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade,
      der Herr ist mit dir.
      Du bist gebenedeit unter den Frauen,
      und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
      Heilige Maria, Mutter Gottes,
      bitte für uns Sünder
      jetzt und in der Stunde unseres Todes.
      Amen."

      "Wir glauben an den einen Gott,
      den Vater, den Allmächtigen,
      der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,
      die sichtbare und die unsichtbare Welt.
      Und an den einen Herrn Jesus Christus,
      Gottes eingeborenen Sohn,
      aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
      Gott von Gott, Licht vom Licht,
      wahrer Gott vom wahren Gott,
      gezeugt, nicht geschaffen,
      eines Wesens mit dem Vater;
      durch ihn ist alles geschaffen.
      Für uns Menschen und zu unserem Heil
      ist er vom Himmel gekommen,
      hat Fleisch angenommen
      durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria
      und ist Mensch geworden.
      Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
      hat gelitten und ist begraben worden,
      ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
      und aufgefahren in den Himmel.
      Er sitzt zur Rechten des Vaters
      und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
      zu richten die Lebenden und die Toten;
      seiner Herrschaft wird kein Ende sein.
      Wir glauben an den Heiligen Geist,
      der Herr ist und lebendig macht,
      der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,
      der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,
      der gesprochen hat durch die Propheten,
      und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.
      Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
      Wir erwarten die Auferstehung der Toten
      und das Leben der kommenden Welt.
      Amen."

      "Ewiger Vater, ich opfere Dir auf den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit Deines über alles geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, um Verzeihung zu erlangen für unsere Sünden und die Sünden der ganzen Welt."

      "Durch sein schmerzhaftes Leiden hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt. Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott, hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt. Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott, hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt. Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott, hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt."

      "O Blut und Wasser, aus dem Herzen Jesu als Quelle der Barmherzigkeit für uns entströmt, Jesus, ich vertraue auf Dich! Barmherziger Jesus, in dem Augenblick Deines Kreuzestodes für uns bete ich Dich an, lobpreise Dich und bitte, umfasse mit Deiner unerschöpflichen Barmherzigkeit die ganze Menschheit, besonders die armen Sünder und die Sterbenden."

      Nachdem der Erzbischof den Rosenkranz heruntergebetet hat.

      Liebe Brüder und Schwestern in Christo,
      gedenkt der sieben weltlichen Werke der Barmherzigkeit, als da wären:
      die Hungrigen speisen.
      den Dürstenden zu trinken geben.
      die Nackten bekleiden.
      die Fremden aufnehmen.
      die Kranken besuchen.
      die Gefangenen besuchen.
      die Toten begraben
      und der sieben geistigen Werke der Barmherzigkeit, als da wären:
      die Unwissenden lehren.
      den Zweifelnden recht raten.
      die Betrübten trösten.
      die Sünder zurechtweisen.
      die Lästigen geduldig ertragen.
      denen, die uns beleidigen, gerne verzeihen.
      für die Lebenden und die Toten beten.
      Handelt danach und gedenkt der Worte unseres Herrn Jesus Cristus: "Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan."

      Es singt der Kirchenchor.

      Der Erzbischof hebt seine Arme:
      Der Herr beschütze dich und behüte dich,
      der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir
      und sei dir gnädig,
      der Herr erhebe sein Antlitz auf dich und
      schenke dir seine Liebe und seinen Frieden.

      Beschreibt mit der rechten Hand ein Kreuz:

      Amen.

      Es ertönt die Orgel.
      Kardinal Bernhard Leber
      Erzbischof von St. Luca und
      Metropolit der Demokratischen Union
      Mitglied im Kollegium der Kardinäle der heiligen und apostolischen Katholischen Kirche
    • Nimmt ebenfalls an der Rosenkranzandacht teil.
      Dr. h.c. Helen Bont, KEL
      Unionskanzlerin
      Doctor honoris causa philosophiae politicarum der Montary University
      Trägerin des astorischen White House Ribbon
      Trägerin des Großen Ordenskreuzes des Ordens von den Heiligen drei Königen des Königreichs beider Archipele
      Mitglied des Unionsparlaments

      KOMMANDEUR der EHRENLEGION
      Mitglied und UNIONSVORSITZENDE der KONSERVATIV-DEMOKRATISCHEN UNION
    • Unter den Klängen der Orgel zieht Erzbischof Kardinal Bernhard Leber in den Dom ein.

      Liebe Gemeinde, in der Heiligen Schrift lesen wir:
      "Seid niemand irgend etwas schuldig, als nur einander zu lieben; denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt. Denn das: `Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren, und wenn es ein anderes Gebot gibt, ist es in diesem Wort zusammengefaßt: `Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes. Wandel in der Erwartung des Heils.
      Und dies tut als solche, die die Zeit erkennen, daß die Stunde schon da ist, daß ihr aus dem Schlaf aufwacht; denn jetzt ist unsere Errettung näher, als da wir zum Glauben kamen:
      Die Nacht ist weit vorgerückt, und der Tag ist nahe. Laßt uns nun die Werke der Finsternis ablegen und die Waffen des Lichts anziehen.
      Laßt uns anständig wandeln wie am Tag; nicht in Schwelgereien und Trinkgelagen, nicht in Unzucht und Ausschweifungen, nicht in Streit und Neid;
      sondern zieht den Herrn Jesus Christus an, und treibt nicht Vorsorge für das Fleisch, daß Begierden wach werden."

      Es singt der Kirchenchors und es spielt das Kirchenorchester.

      Liebe Gemeinde,
      Advent ist die Zeit der Vorbereitung. Advent heißt Ankunft. Wir warten in dieser Zeit auf die Ankunft unseres Herrn, Jesus Christus. Auf denjenigen, den wir in dem Menschen Jesus von Nazareth als den Sohn Gottes kennen. Wie heißt es so schön? "Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer." Warum warten wir überhaupt und warum immer jedes Jahr wiederkehrend?
      Wir warten, weil wir spüren und wissen, dass diese Welt, so wie sie ist, nicht vollkommen ist. Weil wir sehen, wie viel zerstört ist, auch an den Beziehungen der Menschen untereinander und weil Leben verhindert wird, wo es eigentlich blühen könnte, durch Krankheit und Tod und Leiden. Wir warten immer wiederkehrend, weil wir diese Erinnerung als Rhythmus brauchen, um nicht nachzulassen in dem Bemühen, sich für eine bessere Welt einzusetzen und dass wir etwas haben, zu dem wir fliehen können, wenn uns die Kraft verlässt. So wie der Sonntag der Woche Ruhe und Ausrichtung geben kann, so können die Zeiten, die wir im Kirchenjahr begehen, uns helfen, die Orientierung zu behalten.
      Advent heißt also auch: "noch nicht da" – zumindest nicht vollständig. Advent heißt Warten, sich vorbereiten auf den, der da kommen will. Wie bereiten Sie sich vor, liebe Gemeinde, wenn Sie einen hohen Gast erwarten? Vielleicht ziehen Sie sich etwas besonders an, vielleicht putzen Sie die Wohnung besonders sorgfältig, vielleicht bereiten Sie etwas Besonderes zu Essen zu.

      "Das tut, weil ihr die Zeit erkennt", schreibt Paulus. Welche Zeit? "Nämlich, dass die Stunde da ist, aufzustehen vom Schlaf." Es ist ein weiteres Bild des Wartens und des Vorbereitens: vom Schlafe aufstehen, um sich für den Tag zu rüsten. Auch das, liebe Gemeinde, wird wohl jeder von uns etwas anders gestalten. Aber im Großen und Ganzen dürfte wohl gemein sein: sich waschen und reinigen von den Gerüchen der Nacht, sich ankleiden, sich in irgendeiner Form für den Tag stärken: Essen, einen Kaffee trinken oder . Sich überlegen, was heute ansteht, was zu tun ist, wo ich hin muss. Das Überzeugende an diesem Bild: nach jeder Nacht kommt ein neuer Tag, in den ich starten muss. Und wenn ich nicht den ganzen Tag im Bett liegen bleibe, so werde ich etwas tun müssen – ich muss dem kommenden Tag irgendwie begegnen und ihn angehen. Das gilt für die guten, wie für die schlechten Tage.
      Die Christen wissen, dass nach dieser Welt eine neue Welt kommt, so wie nach der Nacht ein neuer Tag beginnt. Und weil sie sich dessen gewiss sind, wollen sie sich ordentlich auf den Tag vorbereiten. Ordentlich in diesen neuen Tag, diese neue Welt starten. Also keine Vertröstung auf einen St.-Nimmerleinstag mit einem irgendwie gearteten Paradies, der uns auffordert, diese Welt hier nur still in Ruhe zu ertragen, sondern von der anderen Seite her gedacht. Weil ich doch in den Tag ordentlich starten will, muss ich mich auf ihn vorbereiten. Ich muss vom Schlaf aufstehen und all die Dinge tun, dir mir dabei helfen, in den Tag zu kommen. So wie das Wissen um den kommenden Arbeitstag die meisten von uns einen Wecker stellen lässt, damit wir nicht zu lange in den Federn liegen, genau so beeinflusst das Wissen um die kommende Welt das Verhalten der Christen in dieser Welt. "Die Stunde ist da, vom Schlaf aufzustehen." – So schreibt es Paulus. "Lasst uns ablegen die Werke der Finsternis."
      Advent und Wartezeit heißt deswegen auch Vorbereitungszeit. Deswegen hängen auch die violetten Paramente, genauso wie bei Buß- und Bettag oder wie in der Passionszeit. Adventszeit ist zunächst nicht einfach Freudenzeit – noch ist der Herr ja nicht da – sondern Zeit der Besinnung, des Nachdenkens, wie man sich rüsten soll auf diesen neuen Tag, diese neue Welt. Zeit des Nachdenkens, wie ich mein Leben in dieser Welt in Ausrichtung auf die kommende Welt leben will. Paulus gibt uns ein paar Hinweise: "nicht Fressen, nicht Saufen, nicht in Unzucht leben, nicht in Hader und Eifersucht". Und er bleibt dabei im Bild. Denn es geht nicht an sich um Essen und Trinken oder um die Sexualität, sondern es geht um das Nächtliche davon – jener Teil, der so tut, als gäbe es den kommenden Tag nicht. "Sorgt für den Leib so, dass ihr nicht den Begierden verfallt."
      Das ist der Punkt: sich nicht beherrschen lassen von den Dingen, die wir zum Gebrauch und zur Freude bekommen haben: Essen und Trinken, unsere Leiblichkeit. Diese sind da, damit wir existieren können und uns daran erfreuen können, aber wir sind nicht um ihrer Willen geschaffen. Im Essen erfüllt sich nicht der Lebenssinn. Vielleicht ist das ganz gut, es gerade in der Adventszeit noch einmal deutlich zu sagen. Weihnachten ist nicht dann gut gefeiert, wenn man ein möglichst üppiges Mahl zu essen bekommt. Weihnachten drückt sich auch nicht darin aus, dass die Geschenke möglichst teuer und exklusiv sind. Sich nicht beherrschen lassen von den Dingen, sondern diese zum Leben zu gebrauchen – das ist heutzutage eine schwere Kunst. Vielleicht ist es eine vorrangige Aufgabe der Christen, dies vorzuleben.
      All jene Geschenke gut zu gebrauchen, aber so, dass der Mensch darin Zeit findet, sich um das Wesentliche zu kümmern, sich darauf vorzubereiten. Wir schmücken die Häuser zu Weihnachten. Das ist schön und entspricht dem inneren Gefühl für diese Freudenzeit, wenn der Herr geboren ist. Aber es wäre verkehrt, den Sinn der Vorbereitungszeit nur in der Beschäftigung mit diesen Dingen, diesen Objekten zu sehen. Nicht die Frage, wie ich denn das Weihnachtszimmer möglichst schön herrichten kann, sollte im Mittelpunkt der Vorbereitung stehen, sondern das immer neue Ausrichten an der Botschaft der kommenden, der neuen Welt, die in Christus beginnt.
      Man kann es der Werbung schlecht vorwerfen, denn es ihr Zweck und ihre Bestimmung, aber an ihr kann man lernen, was es heißt, dass Dinge zum Beherrscher des Lebens werden, anstatt sie anzusehen als Gebrauchsgegenstände, die uns helfen, den Alltag zu bestehen. Manch Auto, manch Schmuck, manch Computerspiele werden so beworben, als hätte man mit ihrem Erwerb bereits ein Stück Himmel, ja ein Stück Paradies gesichert. Leider glauben im wahrsten Sinne des Wortes immer mehr Menschen an solcherlei Botschaft und suchen den Sinn ihres Lebens im Haben und Besitzen. Sie vertrauen gewissermaßen auf den Besitz dieser Dinge. Zu spät merken sie, dass auch das jeweils neue Anschaffen und Kaufen und zum-Objekt-machen keine wahre Be-Friedung bringt. Der wahre Helfer – wie es unser Wochenspruch sagt – kommt von woanders.
      So wird es eine ganz konkrete Hilfe, die uns Paulus in unserem Predigtwort von heute anbietet: "Lasst uns ehrbar leben wie am Tage." Damit wir, liebe Gemeinde, den kommenden Tag, das kommende Reich wachend vorfinden und nicht im Schlaf überrascht werden, gefangen von den Begierden der Nacht.
      Paulus aber bietet noch eine Hilfe, die unserem Wort vom Tag und von der Nacht vorgeschaltet ist. Was kann mir denn helfen im Leben, diese Ausrichtung in einfachen Worten immer wieder vor Augen zu bekommen, dass ich sie nicht vergesse und mich an ihr Aufrichten kann? Es ist, so sagt es Paulus, Zusammenfassung aller Gebote: das Liebesgebot. "Den Nächsten lieben wie dich selbst."
      Auf seine einfache Art und Weise macht dieses Wort den gleichen Sprung: weg vom Objekt, vom Besitz, vom Sich-beherrschen-lassen durch eine Sache, hin zum echten, lebendigen Gegenüber. Mit allen Problemen übrigens, weil ein lebendiges Gegenüber ist ja immer schwieriger als eine Sache, ein Ding. Weil es antwortet, anders reagiert, als man gedacht hat, ggf. Ansprüche stellt oder einen in Frage stellt usw. Und dennoch: versuchen, diesem Gegenüber mit Liebe zu begegnen. Achtung dafür aufbringen, dass auch dieser Mensch von Gott geschaffen und geliebt ist und dass Gott einen Plan mit ihm hat, so wie mit mir.
      In der violetten Zeit des Kirchenjahres kann das auch heißen, zu bedenken, wo ich denn an meinem Gegenüber falsch gehandelt habe und zu versuchen, es wieder in Ordnung zu bringen. Was hilft das schönste Weihnachtsfestessen, wenn ich am Tisch sitze mit lauter ungeklärten Konflikte: die wird die Gans und der Rotwein nicht, und wenn überhaupt, nur für kurze Zeit zudecken können.
      Wer als Christ versucht, oft genug gegen die Weisheit der Welt, mit diesem Vorbehalt der Liebe dem Nächsten zu begegnen, der bereitet sich vor auf die kommende Welt, in der Christus einst der Herrscher sein wird. Auf das Reich der Liebe, der Gerechtigkeit. Wo Leben herrscht und nicht der Tod.
      Und der Friede Gottes, der einst herrschen wird über sein ganzes Reich, bewahre Eure Sinne und Herzen in Christus Jesus.

      Amen.

      Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.

      Wir haben den Geist empfangen, der uns zu Kindern Gottes macht. Darum wagen wir zu sprechen:

      Vater unser im Himmel,
      Geheiligt werde Dein Name.
      Dein Reich komme.
      Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
      Unser tägliches Brot gib uns heute.
      Und vergib uns unsere Schuld,
      wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
      Und führe uns nicht in Versuchung,
      sondern erlöse uns von dem Bösen.
      Denn Dein ist das Reich und die Kraft
      und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
      Amen.

      Erhebt seine Arme:

      Der Herr beschütze dich und behüte dich,
      der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir
      und sei dir gnädig,
      der Herr erhebe sein Antlitz auf dich und
      schenke dir seine Liebe und seinen Frieden.

      Beschreibt mit der rechten Hand ein Kreuz:

      Amen

      Unter den Klängen der Orgel zieht Erzbischof Kardinal Bernhard Leber aus dem Dom aus.
      Kardinal Bernhard Leber
      Erzbischof von St. Luca und
      Metropolit der Demokratischen Union
      Mitglied im Kollegium der Kardinäle der heiligen und apostolischen Katholischen Kirche

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Bernhard Leber ()

    • Saß in der ersten Reihe und hat aufmerksam zugehört.

      Amen.
      Dr. h.c. Helen Bont, KEL
      Unionskanzlerin
      Doctor honoris causa philosophiae politicarum der Montary University
      Trägerin des astorischen White House Ribbon
      Trägerin des Großen Ordenskreuzes des Ordens von den Heiligen drei Königen des Königreichs beider Archipele
      Mitglied des Unionsparlaments

      KOMMANDEUR der EHRENLEGION
      Mitglied und UNIONSVORSITZENDE der KONSERVATIV-DEMOKRATISCHEN UNION
    • Zieht unter den Klängen der Orgel in den Dom ein.

      Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.

      Frohlocket, ihr Chöre der Engel,
      frohlocket, ihr himmlischen Scharen,
      lasset die Posaune erschallen,
      preiset den Sieger, den erhabenen König!

      Lobsinge, du Erde, überstrahlt vom Glanz aus der Höhe!
      Licht des großen Königs umleuchtet dich.
      Siehe, geschwunden ist allerorten das Dunkel.

      Auch du freue dich, Mutter Kirche,
      umkleidet von Licht und herrlichem Glanze!
      Töne wider, heilige Halle,
      töne von des Volkes mächtigem Jubel.

      Darum bitte ich euch, geliebte Brüder,
      ihr Zeugen des Lichtes, das diese Kerze verbreitet:
      Ruft mit mir zum allmächtigen Vater
      um sein Erbarmen und seine Hilfe,

      dass er, der mich ohne mein Verdienst, aus reiner Gnade,
      in die Schar der Leviten berufen hat,
      mich erleuchte mit dem Glanz seines Lichtes,
      damit ich würdig das Lob dieser Kerze verkünde.)

      Erzbischof: Der Herr sei mit euch.
      Gemeinde: Und mit deinem Geiste.)
      Erzbischof: Erhebet die Herzen.
      Gemeinde: Wir haben sie beim Herrn.
      Erzbischof: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.
      Gemeinde: Das ist würdig und recht.

      In Wahrheit ist es würdig und recht,
      den verborgenen Gott, den allmächtigen Vater,
      mit aller Glut des Herzens zu rühmen
      und seinen eingeborenen Sohn,
      unsern Herrn Jesus Christus,
      mit jubelnder Stimme zu preisen.

      Er hat für uns beim ewigen Vater Adams Schuld bezahlt
      und den Schuldbrief ausgelöscht mit seinem Blut, das er aus Liebe vergossen hat.

      Gekommen ist das heilige Osterfest,
      an dem das wahre Lamm geschlachtet ward,
      dessen Blut die Türen der Gläubigen heiligt
      und das Volk bewahrt vor Tod und Verderben.

      Dies ist die Nacht,
      die unsere Väter, die Söhne Israels,
      aus Ägypten befreit
      und auf trockenem Pfad durch die Fluten des Roten Meeres geführt hat.

      Dies ist die Nacht,
      in der die leuchtende Säule
      das Dunkel der Sünde vertrieben hat.

      Dies ist die Nacht,
      die auf der ganzen Erde alle, die an Christus glauben,
      scheidet von den Lastern der Welt,
      dem Elend der Sünde entreißt,
      ins Reich der Gnade heimführt
      und einfügt in die heilige Kirche.

      Dies ist die selige Nacht,
      in der Christus die Ketten des Todes zerbrach
      und aus der Tiefe als Sieger emporstieg.

      Wahrhaftig, umsonst wären wir geboren,
      hätte uns nicht der Erlöser ge rettet.

      O unfassbare Liebe des Vaters:
      Um den Knecht zu erlösen, gabst du den Sohn dahin!

      O wahrhaft heilbringende Sünde des Adam,
      du wurdest uns zum Segen,
      da Christi Tod dich vernichtet hat.

      O glückliche Schuld,
      welch großen Erlöser hast du gefunden!

      O wahrhaft selige Nacht,
      dir allein war es vergönnt, die Stunde zu kennen,
      in der Christus erstand von den Toten.

      Dies ist die Nacht, von der geschrieben steht:
      „Die Nacht wird hell wie der Tag,
      wie strahlendes Licht wird die Nacht mich umgeben.“

      Der Glanz dieser heiligen Nacht
      nimmt den Frevel hinweg,
      reinigt von Schuld,
      gibt den Sündern die Unschuld,
      den Trauernden Freude.
      Weit vertreibt sie den Hass,
      sie einigt die Herzen
      und beugt die Gewalten.

      In dieser gesegneten Nacht, heiliger Vater,
      nimm an das Abendopfer unseres Lobes,
      nimm diese Kerze entgegen als unsere festliche Gabe!
      Aus dem köstlichen Wachs der Bienen bereitet,
      wird sie dir dargebracht von deiner heiligen Kirche
      durch die Hand ihrer Diener.

      So ist nun das Lob dieser kostbaren Kerze erklungen,
      die entzündet wurde am lodernden Feuer zum Ruhme des Höchsten.

      Wenn auch ihr Licht sich in die Runde verteilt hat,
      so verlor es doch nichts von der Kraft seines Glanzes.

      Denn die Flamme wird genährt vom schmelzenden Wachs,
      das der Fleiß der Bienen für diese Kerze bereitet hat.

      O wahrhaft selige Nacht,
      die Himmel und Erde versöhnt,
      die Gott und Menschen verbindet!

      Darum bitten wir dich, o Herr:
      Geweiht zum Ruhm deines Namens,
      leuchte die Kerze fort,
      um in dieser Nacht das Dunkel zu vertreiben.
      Nimm sie an als lieblich duftendes Opfer,
      vermähle ihr Licht mit den Lichtern am Himmel.

      Sie leuchte, bis der Morgenstern erscheint,
      jener wahre Morgenstern, der in Ewigkeit nicht untergeht:
      dein Sohn, unser Herr Jesus Christus,
      der von den Toten erstand,
      der den Menschen erstrahlt im österlichen Licht;
      der mit dir lebt und herrscht in Ewigkeit.
      Amen.

      Es singt das Kirchenorchester und spielt das Kirchenorchester.

      Liebe Gemeinde, in der Heiligen Schrift lesen wir:
      "Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von neuem geboren werden. Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist. Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie kann dies geschehen? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Bist du Israels Lehrer und weißt das nicht? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben; ihr aber nehmt unser Zeugnis nicht an. Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sage? Und niemand ist gen Himmel aufgefahren außer dem, der vom Himmel herabgekommen ist, nämlich der Menschensohn. Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott getan sind."

      Es singt das Kirchenorchester und es spielt das Kirchenorchester.

      Liebe Gemeinde,
      "Wahrhaftig, umsonst wären wir geboren, hätte uns nicht der Erlöser gerettet". Dieser Satz hat nichts und wird nichts von seiner Aktualität verlieren. Denn hinter ihm stehen mehr als 2000 Jahre Gemeinsamkeit, die wir in der Liturgie erleben.
      Aber unser Glaube ist nicht nur geschichtsträchtig, er ist hochaktuell und lebendig: wenn es nicht den Erlöser Jesus Christus gäbe, der von den Toten auferstanden ist, dann wären wir umsonst da. Dann hätte unser Leben keinen Sinn. Dann wäre im Grunde alles umsonst.
      Warum? - Weil unser aller Leben dann - über kurz oder lang - vom Tod ausgelöscht würde. Und was wären dann diese paar Jahre Erdendasein im Vergleich zum ewigen Nichts, zum ewigen Tod?
      Der Apostel Paulus sagt einmal denen, die nicht an die Auferstehung Christi glauben wollten - und die gab es schon von Anfang an; auch der Unglaube hat Tradition! - : Wenn Christus nicht wirklich vom Tod erstanden ist, dann gibt es auch für uns keine Auferstehung. Dann aber "laßt uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot".
      Für viele Menschen ist dies zum traurigen Lebensmotto geworden: Laßt uns auf den Putz hauen, laßt uns möglichst viel rausholen - wenn's sein muss auch auf Kosten anderer- morgen ist sowieso alles aus.
      Eigentlich ganz verständlich diese Haltung, wenn man nicht die Perspektive des Ewigen Lebens hat. Dann macht der Tod alles sinnlos. Dann muss auch die Angst vor dem Tod, die Torschlusspanik sozusagen, mein Leben beherrschen.
      Nicht so bei uns Christen. - Wir sind zur Freiheit der Kinder Gottes befreit.
      Wir wissen, dass nicht alles umsonst ist.
      Wir wissen, dass es das ewige Leben gibt.
      Wir wissen, dass nicht der Tod das letzte Wort hat, sondern dass Christus das letzte Wort hat.
      Er hat für uns den Tod besiegt, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das Ewige Leben hat.
      Wir haben also eine Zukunft. Geradezu eine glänzende Zukunft. Gott hat uns in Jesus, dem Auferstandenen, Zukunft und Hoffnung gegeben.
      Das ist der Grund für die Osterfreude. Nicht der Osterhase... - Nein, da geht es schon um ein bißchen mehr. - Da geht es um Leben und Tod.
      Und darum gehört auch zu dieser Osterfeier die Erneuerung des Taufversprechens. Dass wir den Bund mit Gott und Jesus Christus, den einst unsere Eltern bei der Taufe für uns geschlossen haben, bekräftigen. Dass wir entschieden Ja sagen zu Gott:
      Ja, ich will zu Gott gehören; ich will Jesus Christus nachfolgen und so zum Ewigen Leben gelangen.
      Amen.

      Es singt die Sopranistin des Kirchenchores.

      Liebe Gemeinde, lasst uns beten, wie Jesus uns gelehrt hat:

      Vater unser im Himmel,
      Geheiligt werde Dein Name.
      Dein Reich komme.
      Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
      Unser tägliches Brot gib uns heute.
      Und vergib uns unsere Schuld,
      wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
      Und führe uns nicht in Versuchung,
      sondern erlöse uns von dem Bösen.
      Denn Dein ist das Reich und die Kraft
      und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
      Amen.

      Es spielt das Kirchenorchester.

      Erhebt seine Arme:

      Der Herr beschütze dich und behüte dich,
      der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir
      und sei dir gnädig,
      der Herr erhebe sein Antlitz auf dich und
      schenke dir seine Liebe und seinen Frieden.

      Beschreibt mit der rechten Hand ein Kreuz:

      Amen.

      Es singt der Tenor des Kirchenchores und es spielt das Kirchenorchester.

      Unter den Klängen der Orgel zieht der Erzbischof aus dem Dom aus.
      Kardinal Bernhard Leber
      Erzbischof von St. Luca und
      Metropolit der Demokratischen Union
      Mitglied im Kollegium der Kardinäle der heiligen und apostolischen Katholischen Kirche
    • Jenny findet heute in der Mittagspause etwas Zeit um im Dom zu Mixoxa zu beten - das erste Mal seit ihrem Umzug aus Montary City...
      Jennifer Volpart
      Direktorin des AfEA
      Unionswahlleiterin


      „Der Paß ist der edelste Teil von einem Menschen. Er kommt auch nicht auf so einfache Weise zustand wie ein Mensch. Ein Mensch kann überall zustandkommen, auf die leichtsinnigste Art und ohne gescheiten Grund, aber ein Paß niemals. Dafür wird er auch anerkannt, wenn er gut ist, während ein Mensch noch so gut sein kann und doch nicht anerkannt wird.“
    • Der High Admiral betritt die Domkirche und sieht sich interessiert um.Zum ersten Mal seit Langem hat er sich Urlaub genommen, sonst ist er ja eher an seinen Schreibtisch gekettet.Er dachte sich, wieso nicht einmal nach Imperia, nachdem sich dort ja signifikante Dinge änderten?Doch auch im Ausland, Glaube ist immernoch Glaube, also geht er in die Kirche, um zu beten.

      Cid Fabel
      High Admiral of the Aurorian Navy
    • Jenny ist kurz abgelenkt vom Herren, der neben ihr heute als einziger zum Gebet erscheint und sich neben sie gesellt. Sie schaut zu ihm herüber, versinkt dann aber wieder im Gebet.
      Jennifer Volpart
      Direktorin des AfEA
      Unionswahlleiterin


      „Der Paß ist der edelste Teil von einem Menschen. Er kommt auch nicht auf so einfache Weise zustand wie ein Mensch. Ein Mensch kann überall zustandkommen, auf die leichtsinnigste Art und ohne gescheiten Grund, aber ein Paß niemals. Dafür wird er auch anerkannt, wenn er gut ist, während ein Mensch noch so gut sein kann und doch nicht anerkannt wird.“

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jennifer Volpart ()

    • Nach ihrem intensiven Gebet hält Jenny noch kurz inne...
      Jennifer Volpart
      Direktorin des AfEA
      Unionswahlleiterin


      „Der Paß ist der edelste Teil von einem Menschen. Er kommt auch nicht auf so einfache Weise zustand wie ein Mensch. Ein Mensch kann überall zustandkommen, auf die leichtsinnigste Art und ohne gescheiten Grund, aber ein Paß niemals. Dafür wird er auch anerkannt, wenn er gut ist, während ein Mensch noch so gut sein kann und doch nicht anerkannt wird.“
    • Jenny schreckt kurz, aber kaum sichtbar auf und wendet sich dem Mann neben ihr zu:

      Unter der Woche verirren sich nur wenige Seelen in den Dom. Er ist mehr eine Touristenattraktion, leider...
      Jennifer Volpart
      Direktorin des AfEA
      Unionswahlleiterin


      „Der Paß ist der edelste Teil von einem Menschen. Er kommt auch nicht auf so einfache Weise zustand wie ein Mensch. Ein Mensch kann überall zustandkommen, auf die leichtsinnigste Art und ohne gescheiten Grund, aber ein Paß niemals. Dafür wird er auch anerkannt, wenn er gut ist, während ein Mensch noch so gut sein kann und doch nicht anerkannt wird.“