Antrittsrede des Unionspräsidenten

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    • Antrittsrede des Unionspräsidenten

      Unionspräsident Joey Gladstone hat Bürger und Presse zu seiner Antrittsrede ins Präsidialamt eingeladen. Nachdem Ruhe im Saal eingekehrt ist, tritt Gladstone vor. Er wirkt etwas angespannt, aber gefasst und zielorientiert.

      Er öffnet eine feierlich aussehende Mappe und beginnt zu sprechen.


      Liebe Mitbürgerinnen, Liebe Mitbürger!

      Vor einigen Stunden habe ich meinen Amtseid gesprochen. Damit habe ich mein Amt als Unionspräsident angetreten. Ich möchte es nochmals vorwegnehmen: Sie können sich nur schwer vorstellen, was für eine großartige Ehre das für mich ist. Das Amt des Unionspräsidenten ist ein Amt mit einer unglaublich hohen Würde. So muss es auch geführt werden: Mit viel Würde und Respekt. Und dabei ist der Unionspräsident nicht nur der oft als „Grüßaugust“ abgewertete offizielle Repräsentant. Zwar habe ich nicht die amtlichen Kompetenzen, die ein Unionskanzler oder ein Minister hat, aber es sind die wenigen Kompetenzen, die so unheimlich wichtig sind. Es ist jetzt meine Aufgabe, die Bürgerinnen und Bürger der Demokratischen Union – Sie also – zu vertreten. Und deshalb ist dieses Amt ein so würdevolles Amt.

      Die Demokratische Union hat schwere Wochen hinter sich. Wir waren in einen Krieg verwickelt. Jetzt kämpfen wir mit den Folgen dieses Krieges. Ich bin selbstverständlich sehr froh darüber, dass die Kampfhandlungen eingestellt wurden und uns immer mehr in Richtung Frieden bewegen – nur das ist der richtige Weg! Aber wie jeder Krieg hat auch dieser Krieg Opfer gefordert. Wie jeder Krieg, hat auch dieser sinnlose Opfer gefordert, Menschen, so wie wir alle Menschen sind. Dass darf nie passieren. Ich möchte Sorge dafür tragen, dass den Opfern und den Verbliebenen der Verstorbenen die nötige Hilfe zukommt. Niemand soll weiter unter dem leiden, was passiert ist. Auf dem Boden der Demokratischen Union darf es in Zukunft nie mehr wieder Krieg geben! Ich werde an die verschiedenen Orte, die von den Kampfhandlungen betroffen waren, reisen, um mir ein Bild vom entstanden Schaden zu machen. Und ich verspreche, dass ich alles in meiner Macht stehende tun werde, um zu helfen.

      Es ist wichtig, dass dieser Konflikt beendet wurde. Als ich meine Kandidatur erklärte, habe ich gesagt, dass ich den Dialog fördern möchte. Dass ich möchte, dass die Länder miteinander reden, um gemeinsame Lösungen zu schaffen. In der Zwischenzeit gab es die Sezessionsversuche der Unionsländer Freistein und Imperia. Sie sind beendet, aber es ist das passiert, was eigentlich nie passieren darf: Es wurde versucht. Und das war der Auslöser auch für den kriegerischen Konflikt, und auch das hätte nicht passieren dürfen. Die Versuche sind jetzt niedergeschlagen, aber das bedeutet noch lange nicht, dass so etwas nie wieder passiert. Deshalb müssen wir solche Situationen verhindern. Nicht etwa durch Verbote und Strafe, sondern auch und vor allem durch den direkten Dialog. Die Probleme, mit denen wir in den letzten Wochen zu kämpfen hatten, sind aus diesen Spannungen entstanden, die sich über Wochen und Monate angestaut haben. Eben das sollte nie mehr wieder passieren. Wir sollten daraus lernen, und offen aufeinander zu gehen. Deshalb werde ich mit allen Länderchefs das Gespräch suchen. Ich möchte mit ihnen darüber reden, was besser werden soll, was gut ist; was funktioniert und was nicht funktioniert. Ich möchte damit dazu beitragen, die Situation auf Dauer zu verbessern.

      Auch ist es wichtig, dass die Lage sich international beruhigt. Dazu kann ich nicht allzu viel tun, aber ich werde, soweit es mir möglich ist, am Friedensfindungsprozess teilhaben. Ich möchte nicht, dass nach diesen Ereignissen das Verhältnis zu anderen Staaten auf immer und ewig gespalten bleibt. Auch das ist für uns vorteilhaft. Es ist an der Zeit, Wege zu finden, gemeinsam zusammenzuarbeiten.

      Liebe Mitbürgerinnen, Liebe Mitbürger,

      es ist der Frieden, die Aussöhnung und letztlich – oder ganz besonders – der Mensch, der mir wichtig ist. Ich möchte nach diesen Maßgaben arbeiten, ich möchte dazu beitragen, Frieden zu schaffen, genau so wie ich dazu beitragen möchte, sowohl nach innen als auch nach außen wieder zu versöhnen. Letztlich steht aber jeder einzelne Bürger der Demokratischen Union im Mittelpunkt – denn das sind Sie, meine Damen und Herren, und Sie vertrete ich.

      Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und hoffe, dass ich Sie alle würdig vertreten kann.

      Vielen Dank!
    • Dem kann man sich nur anschließen. :klatsch:
      Prof. Dr. iur. habil. Dr. phil. pol. William C. Ashcraft
      Unionsrichter am Obersten Unionsgericht
      Inhaber des Lehrstuhls für Straf- und Strafprozessrecht
      Leiter des Instituts für Kriminologie der Count Donald Law School
      Dekan der Count Donald Law School der Montary University
      Mitglied der Ehrenlegion der Demokratischen Union